Risiken beim Optionsscheinhandel

Chance und Risiko bei Optionsscheinen

Beachten Sie bitte, dass beim Optionsscheinhandel hohe Verlustrisiken möglich sind. Jeder Investor, der Geschäfte mit Optionsscheinen machen möchte, muss sich auf jeden Fall über die Risiken bei Optionsscheingeschäften informieren.

Kauf von Optionsscheinen

Beim Kauf von Optionsscheinen zum Beispiel auf Währungen, Wertpapiere, Futures, Aktien und Indizes (jeweils der „Vertragsgegenstand") erwerben Sie einen Anspruch auf Zahlung eines Geldbetrages, der sich aus der Differenz zwischen einem bestimmten im Optionsschein festgelegten Basispreis und dem Marktpreis des Vertragsgegenstandes bei Ausübung errechnet, und/oder - bei Erfüllung der in den jeweiligen Optionsbedingungen genannten Voraussetzungen - einen Anspruch auf Lieferung bzw. Abnahme des Vertragsgegenstandes zu dem im Optionsschein festgelegten Basispreis.

Bitte beachten Sie, dass eine Kursänderung oder auch schon das Ausbleiben einer von Ihnen erwarteten Kursänderung des dem Optionsschein zugrundeliegenden Vertragsgegenstandes den Wert Ihres Optionsscheins bis hin zur Wertlosigkeit mindern kann und Sie angesichts der begrenzten Laufzeit nicht darauf vertrauen können, dass sich der Preis der Optionsscheine rechtzeitig wieder erholen wird. Bei Ihren Gewinnerwartungen müssen Sie die mit dem Erwerb oder dem Verkauf sowie der Ausübung der Optionsrechte bzw. dem Abschluss eines Gegengeschäfts (Glattstellung) verbundenen Kosten berücksichtigen.

Innerhalb der Optionsfrist sind Sie für die Ausübung des Optionsrechts und die Einhaltung der damit verbundenen Formalien selbst verantwortlich. Sollten Sie Ihr Optionsrecht bis zum letzten Tag der Optionsfrist nicht ausgeübt haben, Sie aber an diesem Tag im Falle der Ausübung des Optionsrechts ein Recht auf Zahlung des Differenzbetrages haben, so gilt die Option an diesem Tag als ausgeübt, sofern der einzelne Optionsschein einen Wert von mindestens Euro 0,05 (Emissionen ab November 2000 mindestens Euro 0,01) hat. Hiervon unberührt bleibt Ihr Recht, Ihr Optionsrecht am letzten Tag der Optionsfrist auch dann auszuüben, wenn der rechnerische Wert des einzelnen Optionsscheins geringer als Euro 0,05 (bzw. Euro 0,01) ist. Das Optionsrecht von Optionsscheinen ohne Differenzausgleich hingegen verfällt und alle Rechte des betreffenden Optionsscheininhabers daraus erlöschen, sofern das Optionsrecht nicht innerhalb der Optionsfrist vom Optionsscheininhaber ausgeübt wird.

Erfüllen sich Ihre Gewinnerwartungen nicht und verzichten Sie deshalb auf die Ausübung des Optionsrechts, und wird Ihr Optionsrecht am Ende der Optionsfrist auch nicht automatisch ausgeübt, so verfällt Ihr Optionsschein mit Ablauf seiner Laufzeit. Ihr Verlust liegt sodann in dem für den Optionsschein gezahlten Preis.

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Kauf von Aktienanleihen

Mit dem Kauf der Teilschuldverschreibungen mit aktienbezogenem Rückzahlungswahlrecht der Emittentin erwerben Sie den Anspruch auf eine jährliche Zinszahlung und eine Einlösung der Teilschuldverschreibungen bei Endfälligkeit. Eine Rückzahlung der Teilschuldverschreibungen in Höhe des Nennbetrages ist nicht garantiert. Erfüllen sich Ihre Gewinnerwartungen nicht und wird die Teilschuldverschreibung nicht in Höhe des Nennbetrages zurückgezahlt, so entsteht Ihnen im ungünstigsten Fall ein Verlust in Höhe der Differenz zwischen dem Kurs, der sich aus dem Verhältnis der Teilschuldverschreibungen und der Anzahl der zu liefernden Aktien und dem niedrigerem Marktpreis ergibt. Als Ausgleich gewährt die Emittentin dem Ersterwerber der Anleihe eine Verzinsung, die deutlich über dem Marktniveau für vergleichbare Laufzeiten und Emittenten liegt.

Während der Laufzeit können die Gläubiger ihre Anleihen grundsätzlich jederzeit über die Börse veräußern. Hierbei muss jedoch berücksichtigt werden, dass der jeweilige Marktpreis der Anleihe nicht nur durch die Änderungen des Kapitalmarktzinses für vergleichbare Laufzeiten, sondern auch durch die Wertentwicklung der zugrundeliegenden Aktie beeinflusst wird.

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Kauf von Index- bzw. Basket-Zertifikaten

Mit dem Kauf von Zertifikaten erwerben Sie einen Anspruch auf Zahlung eines in Euro ausgedrückten Referenzbetrages am Fälligkeitstag. Sie nehmen somit an der Wertentwicklung der Im Basket bzw. Index enthaltenen Aktien teil, ohne sie direkt zu kaufen.

Steigen die Kurse der im Basket bzw. Index enthaltenen Aktien über das Niveau zum Emissions- bzw. Kaufzeitpunkt, bedeutet dies, dass Sie an ihrer positiven Wertentwicklung bis zur Feststellung der jeweiligen Schlusswerte am Feststellungstag unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses zu partizipieren. Sinken die Kurse unter das Niveau zum Emissions- bzw. Kaufzeitpunkt, so tragen Sie bei dieser negativen Wertentwicklung das uneingeschränkte Verlustrisiko. Bitte beachten Sie, dass Sie angesichts der begrenzten Laufzeit nicht darauf vertrauen können, dass sich der Preis Ihres Zertifikates rechtzeitig erholen wird. Währungseinflüsse sind entsprechend zu berücksichtigen. Wechselkursschwankungen können den Wert des Zertifikates erhöhen oder vermindern. Der maximale Verlust liegt in dem für das Zertifikat gezahlten Preis und der Gebühren.

Während der Laufzeit können Sie Ihre Zertifikate grundsätzlich jederzeit über die Börse veräußern. Entsprechend der Zusammensetzung und Gewichtung des Zertifikats wird sich der Börsenkurs während der Laufzeit an der Summe der jeweiligen Aktienkurse der im Basket erhaltenen Aktien bzw. am jeweiligen Indexstand orientieren.

Bei Ihren Gewinnerwartungen müssen Sie die mit dem Erwerb oder dem Verkauf der Zertifikate bzw. dem Abschluss eines Gegengeschäftes verbundenen Kosten berücksichtigen.

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Kauf von Discount-Zertifikaten

Mit dem Kauf von Discount-Zertifikaten erwerben Sie abhängig vom Kurs der Aktie der entsprechenden Gesellschaft am Verfalltag einen Anspruch auf entweder die Lieferung dieser Aktien oder eine Zahlung in Höhe des bei Begebung festgelegten Höchstbetrages.

Liegt der Kurs am Feststellungstag unter dem Höchstbetrag, so erhalten Sie von der Emittentin vorbehaltlich notwendiger Anpassungen entsprechend des Bezugsverhältnisses diese Aktien geliefert. Liegt der Kurs der Aktie am Feststellungstag in Höhe des Höchstbetrages oder darüber, so wird die Emittentin Ihnen entsprechend des Bezugsverhältnisses den Höchstbetrag je Discount-Zertifikat zahlen.

Sie erwerben das Discount-Zertifikat mit einem Abschlag gegenüber dem aktuellen Kurs der zugrundeliegenden Aktie. Die Konstruktion des Zertifikates impliziert, dass Sie von einem Anstieg der Aktie über den gewählten Höchstbetrag hinaus nicht mehr profitieren. Auf der anderen Seite tragen Sie das uneingeschränkte Verlustrisiko im Falle eines Rückgangs der Aktie, und zwar in Höhe der Differenz zwischen dem anfänglichen Verkaufspreis und dem Marktpreis der Aktie. Bitte beachten Sie, dass Sie angesichts der begrenzten Laufzeit nicht darauf vertrauen können, dass sich der Wert Ihres Zertifikates rechtzeitig wieder erholen wird.

Während der Laufzeit können Sie Ihre Discount-Zertifikate grundsätzlich jederzeit über die Börse veräußern. Entsprechend der Konstruktion des Zertifikats wird sich der Börsenkurs des Zertifikats während der Laufzeit am Wert der zugrundeliegenden Aktie orientieren, den Höchstbetrag jedoch nicht übersteigen.

Bei Ihren Gewinnerwartungen müssen Sie die mit dem Erwerb oder dem Verkauf der Zertifikate bzw. dem Abschluss eines Gegengeschäftes verbundenen Kosten berücksichtigen.

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Währungsrisiko

Sofern sich der Wert des Vertragsgegenstandes nach einer ausländischen Währung bemisst, ist ihr Verlustrisiko nicht nur an die Wertentwicklung des Vertragsgegenstandes gekoppelt, sondern kann zusätzlich durch ungünstige Entwicklungen am Devisenmarkt erhöht werden.

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Risikoausschließende oder einschränkende Geschäfte

Vertrauen Sie nicht darauf, dass Sie während der Laufzeit Geschäfte abschließen können, durch die Sie Ihre Risiken ausschließen oder einschränken können; dies hängt von den Marktverhältnissen und den jeweils zugrundeliegenden Bedingungen ab. Unter Umständen können solche Geschäfte nur zu einem ungünstigen Marktpreis getätigt werden, so dass für Sie ein entsprechender Verlust entsteht.

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Inanspruchnahme von Kredit

Wenn Sie den Erwerb der Optionsscheine, Aktienanleihen oder Zertifikaten mit Kredit finanzieren, müssen Sie beim Nichteintritt Ihrer Erwartungen nicht nur den eingetretenen Verlust hinnehmen, sondern auch den Kredit verzinsen und zurückzahlen. Dadurch erhöht sich Ihr Verlustrisiko erheblich. Setzen Sie nie darauf, den Kredit aus Gewinnen eines Geschäfts verzinsen und zurückzahlen zu können. Vielmehr müssen Sie vorher Ihre wirtschaftlichen Verhältnisse daraufhin überprüfen, ob Sie zur Verzinsung und gegebenenfalls kurzfristigen Tilgung des Kredits auch dann in der Lage sind, wenn statt der erwarteten Gewinne Verluste eintreten.

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